Satzung

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Linaria e.V – Satzung

Die Satzung wurde am 05.11.2012 in der Gründungsversammlung beschlossen.

INHALT

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
§ 2 Zweck
§ 3 Gemeinnützigkeit
§ 4 Mitgliedschaft – Rechte und Pflichten
§ 5 Erwerb und Ende der Mitgliedschaft
§ 6 Organe und Einrichtungen
§ 7 Mitgliederversammlung
§ 8 Vorstand
§ 9 Satzungsänderungen
§ 10 Auflösung

§ 1 NAME,  SITZ, GESCHÄFTSJAHR

(1) Der Verein führt den Namen „Linaria“ mit dem Zusatz „e.V.“ nach seiner Eintragung.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.
(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung (§§ 51 / 52 ff. AO) in der jeweils gültigen Fassung.
Der Zweck des Vereins ist die Förderung von:
(1) Pflanzenzucht und der Kleingärtnerei
(2)  Umwelt- und Naturschutz
(3)  Wissenschaft und Forschung
(4)  Entwicklungszusammenarbeit
(5)  internationaler Gesinnung, Toleranz auf Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens
Die Vereinszwecke werden insbesondere verwirklicht durch erforschen und anwenden von nachhaltigen und ökologischen Systemen. Diese Systeme haben zum Ziel eine autarke Energie- und Nahrungsmittelversorgung mit Hilfe von nachwachsenden / erneuerbaren Rohstoffen und Energieträgern zu gewährleisten. Die Systeme müssen hierbei auf die lokalen Anforderungen (klimatische-, politische-, soziale Bedingungen) angepasst werden. Linaria ist auf internationaler Ebene tätig.

Folgende Kernbereiche werden von Linaria erprobt, angewandt und entwickelt:
–      Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien (Elektrizitätsversorgung, Warmwasser und Heizungssysteme, Kochsysteme, […])
–      Infrastruktur (Regenwasserrückgewinnung, Wasserpumpen, Leitungssysteme, Toilettensysteme, […])
–      Ökobau (Lehm- / Adobe-, Stein-, Holzkonstruktionen, […])
–      Ökologie und Landwirtschaft (Permakultur, Samenbanken, […])
–      Netzwerkarbeit / Interkultureller Austausch
–      Soziale Systeme (Kommunikations- und Organisationsmethoden wie z.B. Forum / gewaltfreie Kommunikation)

§ 3 Gemeinnützigkeit

(1)  Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(2)  Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
(3)  Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(4)  Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§  4 Mitgliedschaft – Rechte und Pflichten

(1)  Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Ziele des Vereins unterstützt.
(2)  Der Verein besteht aus aktiven Mitgliedern, Fördermitgliedern und Ehrenmitgliedern.

  1. Aktives Mitglied kann jede natürliche Person werden, die im Verein oder einem von ihm geförderten Projekt aktiv mitarbeiten möchte. Sie haben das Recht an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und haben bei den Mitgliederversammlungen ein Stimmrecht. Sie sind angehalten, sich rege am Vereinsleben und der Öffentlichkeitsarbeit zu beteiligen sowie Vorschläge zur Organisation und Ausführung von Projekten zur Diskussion und Abstimmung zu stellen.
  2. Fördermitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die sich zwar nicht aktiv betätigt, jedoch die Ziele und den Zweck des Vereins fördert und unterstützen möchte. Sie hat bei Mitgliederversammlungen kein Stimmrecht.
  3. Zum Ehrenmitglied können natürliche Personen ernannt werden, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben. Hierfür ist ein Beschluss der Mitgliederversammlung erforderlich. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit und haben ansonsten die gleichen Rechte und Pflichten wie aktive Mitglieder.

(3)  Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung welche in der Beitragsordnung festgehalten werden. Die Beiträge sind vierteljährig / halbjährig oder jährig mittels eines automatisierten Verfahrens per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung pünktlich zum Monatsanfang zu entrichten. Bei Änderung des Mitgliedsbeitrags werden die Mitglieder schriftlich verständigt. Als schriftliche Aufforderung gilt die direkte Kontaktierung des Vereinsmitglieds per Post oder E-Mail.

§ 5 Erwerb und Ende der Mitgliedschaft

(1)   Die Mitgliedschaft wird mittels einer Beitrittserklärung gewährt. Der Vorstand behält sich die Möglichkeit vor, Mitgliedschaften zu prüfen und abzulehnen. Der Vorstand ist nicht verpflichtet, dem Antragsteller Ablehnungsgründe mitzuteilen. Der abgelehnte Antragsteller kann die Mitgliedsversammlung anrufen, abschließend über seinen Mitgliedsantrag zu entscheiden.
(2)   Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Ausschluss, Tod des Mitglieds oder Verlust der Rechtsfähigkeit bei juristischen Personen.
(3)   Der Austritt muss durch schriftliche Kündigung unter Einhaltung einer 4 wöchigen Frist gegenüber dem Vorstand erklärt werden.
(4)   Der Ausschluss eines Mitglieds mit sofortiger Wirkung und aus wichtigem Grund kann dann ausgesprochen werden, wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Satzung, Ordnungen, den Satzungszweck oder die Vereinsinteressen verstößt. Über den Ausschluss eines Mitglieds entscheidet der Vorstand einstimmig oder die Mitgliederversammlung mit dreiviertel Stimmenmehrheit. Vor dem Beschluss ist dem Mitglied unter Fristsetzung von zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Auf Wunsch erhalten ausgeschlossene Mitglieder die Gelegenheit, auf der dem Vereinsausschluss folgenden Mitgliederversammlung Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen. In diesem Fall entscheidet die Mitgliederversammlung abschließend.
(5)   Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis. Eine Rückgewähr von Beiträgen, Spenden oder sonstigen Unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anspruch des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.

§ 6 Organe und Einrichtungen

(1)  Organe des Vereins sind
a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand
(2)  Durch  Beschluss  der  Mitgliederversammlung  oder  des  Vorstands  können  weitere organisatorische  Einrichtungen,  insbesondere  Ausschüsse  mit  besonderen  Aufgaben, geschaffen werden.
(3)  Der Vorstand kann bis zu fünf Beisitzer in den erweiterten Vorstand ernennen.

§ 7 Mitgliederversammlung

(1)  Die Mitgliederversammlung ist einmal jährlich einzuberufen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert. Hierfür ist ein Antrag von mindestens 30 % der Vereinsmitglieder oder des Vorstandes schriftlich unter Angabe von  Gründen erforderlich.
(2)  Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich, per Email oder fernmündlich durch den Vorstand unter Wahrung einer Frist von mindestens drei Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Jede Mitgliederversammlung, zu der ordnungsgemäß geladen wurde, ist beschlussfähig.
(3)  Der Mitgliederversammlung ist für alle Aufgaben zuständig, die nicht satzungsgemäß einem anderen Organ übertragen sind. Dies sind ferner:

  1. Den Vorstand zu wählen & abzuberufen
  2. Über die Satzung, Änderungen der Satzung sowie die Auflösung des Vereins zu bestimmen
  3. Den Wirtschaftsplan zu beschließen
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Die Jahresberichte & Kassenberichte entgegen zu nehmen und zu beraten
  6. Über vorliegende Anträge zu beraten und zu beschließen
  7. Genehmigungen aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
  8. Beschlüsse zur Beitragsordnung zu treffen
  9. Beraten über vergangene und zukünftige Projekte inklusive Wirtschafts- und Realisierungsplänen

(4)  Bei Wahlen, Satzungsänderungen und Änderungen der Beitragsordnung ist den Mitgliedern die Möglichkeit der Fernwahl gegeben. Die Unterlagen für diese Fernwahl sind auf Antrag des Mitgliedes spätestens eine Woche vor der Versammlung zu verschicken. Ihnen ist auch der Geschäftsbericht und der Finanzbericht beizufügen. Die Stimmabgabe muss spätestens 24 Stunden vor der Mitgliederversammlung erfolgt und bei dem Vorstand eingegangen sein (in Schriftform, per email, per Onlineformular mit Authentifizierung).

(5)  Anträge müssen mindestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung gestellt werden.
Spätere Anträge (jedoch keine Satzungsänderungen und auch keine Änderungen der Beitragsordnung) können während der Mitgliederversammlung auf die die Tagesordnung gesetzt werden, sofern in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Anträge zustimmt (Dringlichkeitsanträge).

(6)  Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden in einem Protokoll innerhalb von vier Wochen nach der Mitgliederversammlung niedergelegt und von dem Vorstand unterzeichnet. Das Protokoll ist den Mitgliedern unmittelbar nach der Unterzeichnung zugänglich zu machen. Es wird gültig, wenn binnen zwei Wochen nach der Veröffentlichung kein Einspruch von mindestens 10% der anwesenden Mitglieder erhoben wurde.

§ 8 Vorstand

(1)  Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden sowie dem Schatzmeister. Sie bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.
(2)  Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.
(3)  Der Vorstand muss mindestens zweimal pro Jahr tagen. Eine Telefon-, Onlinekonferenz und Onlinewahl ist hierbei zulässig, sofern die Identität der Vorstandsmitglieder mit Hilfe geeigneter Mittel sichergestellt werden kann. Alle gefassten Beschlüsse werden schriftlich niedergelegt und von allen anwesenden Vorstandsmitgliedern unterschrieben.
(4)  Aufgaben des Vorstandes sind:

  1. die laufenden Geschäftsführung des Vereins
  2. die Vorbereitung der Mitgliederversammlung und die Umsetzung ihrer Beschlüsse

(5)  Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder:

  1. Der Vorsitzende führt die laufenden Geschäfte des Vereins
  2. Der erste Vorsitzende ist alleinig Vertretungsberechtigt.
  3. Zur Gültigkeit der Unterschrift in Geldangelegenheiten vertreten der erste Vorsitzende und der Schatzmeister den Verein.
  4. Der Schatzmeister ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

§ 9 Satzungsänderungen

(1)     Satzungsänderungen werden von der Mitgliederversammlung beschlossen und bedürfen einer 2/3 – Mehrheit aller anwesenden Mitglieder des Vereins.

§ 10 Auflösung

(1)   Die Auflösung des Vereins kann nur auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden, die nur diesen Tagesordnungspunkt zum Gegenstand hat.
(2)   Ein Beschluss über die Auflösung wird mit einer 4/5 – Mehrheit aller stimmberechtigten, anwesenden und zur Fernwahl zugelassenen Mitglieder wirksam. Eine Gegenstimme (Veto-Recht) ist in diesem Fall nicht gültig. Ist die Beschlussfähigkeit auf dieser Versammlung nicht gegeben, so kann innerhalb von vier Wochen eine zweite Versammlung mit unveränderter Tagesordnung einberufen werden, die in mit ¾ Mehrheit der anwesenden, stimmberechtigten und zur Fernwahl zugelassenen Stimmen beschlussfähig ist. Die Einladungsfrist verringert sich in diesem Fall auf 7 Tage.
(3)   Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das nicht in Projekten gebundene Vermögen des Vereins an die gemeinnützige Organisation “ecobasa e.V.” welche das Vermögen ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zur Förderung von Gemeinschaften / Projekten nach §2 zu verwenden hat.

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